RASA Astrographen – ultraschnelle Teleskope für Astrofotografie

Celestron RASA Astrographen wurden konsequent für die Astrofotografie entwickelt. Die Rowe-Ackermann-Schmidt-Systeme kombinieren große Öffnungen mit extrem schnellen Öffnungsverhältnissen von f/2 bis f/2,2 und ermöglichen dadurch großflächige Deep-Sky-Aufnahmen mit vergleichsweise kurzen Belichtungszeiten.

Entdecken Sie Celestron RASA Astrographen für die Fotografie von Nebeln, Sternfeldern, Galaxiengruppen, Kometen und weitläufigen Regionen der Milchstraße – vom kompakten RASA 8 bis zum leistungsstarken 36-cm-System für anspruchsvolle Astrofotografie und astronomische Anwendungen.

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Celestron RASA – Astrographen speziell für die Astrofotografie

RASA steht für Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph und bezeichnet ein speziell für astronomische Fotografie entwickeltes optisches System von Celestron.

Anders als ein klassisches Schmidt-Cassegrain wurde ein RASA nicht als universelles Teleskop für visuelle Beobachtung und Fotografie konzipiert. Der Schwerpunkt liegt konsequent auf einer möglichst schnellen und großflächigen fotografischen Abbildung.

Die Kamera wird dabei an der Vorderseite des Teleskops im Primärfokus montiert.

Das Ergebnis ist ein extrem schnelles optisches System mit großem Gesichtsfeld und hervorragender Eignung für moderne astronomische Kameras.

Warum ist ein RASA so schnell?

Das Öffnungsverhältnis beschreibt das Verhältnis zwischen Brennweite und Öffnung eines Teleskops.

RASA-Systeme arbeiten je nach Modell mit etwa f/2 beziehungsweise f/2,2.

Zum Vergleich: Ein klassisches Schmidt-Cassegrain arbeitet häufig mit ungefähr f/10.

Das sehr schnelle Öffnungsverhältnis des RASA ermöglicht es, bei ausgedehnten Deep-Sky-Objekten in relativ kurzer Zeit viel Signal auf dem Kamerasensor zu sammeln.

Dadurch sind kürzere Einzelbelichtungen möglich als mit deutlich langsameren optischen Systemen.

Das kann unter anderem Vorteile bieten bei:

Astrofotografie lichtschwacher Nebel, großflächigen Deep-Sky-Aufnahmen, astronomischen Surveys, Kometenfotografie und der Erstellung großer Himmelsmosaike.

Große Bildfelder für Deep-Sky-Astrofotografie

RASA-Astrographen kombinieren eine große Öffnung mit einer vergleichsweise kurzen Brennweite.

Dadurch entsteht ein großes fotografisches Gesichtsfeld.

Das macht sie besonders interessant für Objekte wie große Emissionsnebel, Reflexionsnebel, Dunkelnebel, offene Sternhaufen, weitläufige Molekülwolken und ausgedehnte Regionen der Milchstraße.

Auch mehrere Galaxien können abhängig von Objektgröße, RASA-Modell und Kamerasensor gemeinsam in einem großen Bildfeld aufgenommen werden.

Für sehr kleine Galaxien oder winzige planetarische Nebel kann dagegen ein Teleskop mit deutlich längerer Brennweite einen geeigneteren Abbildungsmaßstab bieten.

RASA 8 – kompakter Einstieg in die schnelle Astrofotografie

Der Celestron RASA 8 verbindet 8 Zoll beziehungsweise etwa 203 mm Öffnung mit einem Öffnungsverhältnis von f/2.

Dadurch entsteht ein äußerst schnelles und vergleichsweise kompaktes fotografisches System.

Der RASA 8 ist besonders für moderne astronomische CMOS-Kameras, kleinere CCD-Kameras und geeignete spiegellose Kameras ausgelegt.

Seine Stärken liegen insbesondere bei großflächigen Deep-Sky-Motiven.

Durch das vergleichsweise geringe Gewicht ist der RASA 8 außerdem deutlich leichter auf einer transportablen Montierung einzusetzen als die größeren RASA-Systeme.

RASA 11 – mehr Öffnung und großer Bildkreis

Der RASA 11 besitzt etwa 279 mm beziehungsweise 11 Zoll Öffnung und arbeitet mit f/2,2.

Damit bietet er deutlich mehr Öffnung als das 8"-Modell und gleichzeitig ein großes korrigiertes Bildfeld.

Das System ist besonders interessant für Astrofotografen, die große Kamerasensoren verwenden und gleichzeitig von der hohen Lichtstärke eines sehr schnellen Astrographen profitieren möchten.

Mit rund 620 mm Brennweite bleibt das Gesichtsfeld trotz der großen Öffnung vergleichsweise weit.

Damit eignet sich der RASA 11 hervorragend für großflächige Deep-Sky-Fotografie.

RASA 36 cm – für anspruchsvolle und professionelle Anwendungen

Der große RASA mit rund 36 cm beziehungsweise 14 Zoll Öffnung arbeitet ebenfalls mit f/2,2.

Mit etwa 790 mm Brennweite verbindet er eine sehr große Öffnung mit einem für diese Teleskopgröße ungewöhnlich großen Gesichtsfeld.

Der große nutzbare Bildkreis ermöglicht den Einsatz sehr großer Kamerasensoren.

Ein RASA dieser Größenklasse richtet sich vor allem an anspruchsvolle Astrofotografen, Sternwarten und astronomische Anwendungen, bei denen große Öffnung, hohe Geschwindigkeit und ein großes Bildfeld gleichzeitig gefragt sind.

Warum sitzt die Kamera vorne am RASA?

Beim Rowe-Ackermann-Schmidt-Astrographen wird das Licht nicht wie bei einem Schmidt-Cassegrain durch eine Öffnung im Hauptspiegel nach hinten geleitet.

Stattdessen befindet sich der Fokus vor dem Teleskop.

Die Kamera wird deshalb vor der Korrektorplatte montiert.

Dieses Konzept ermöglicht die sehr kurze effektive Brennweite und das schnelle Öffnungsverhältnis des Systems.

Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass Kameraabmessungen und mechanische Adaption berücksichtigt werden müssen.

Die Kamera befindet sich direkt im Strahlengang und erzeugt abhängig von ihrer Bauform eine zusätzliche Abschattung.

Eine kompakte Astrokamera kann deshalb bei RASA-Systemen besonders vorteilhaft sein.

Kann man mit einem RASA visuell beobachten?

RASA-Systeme sind für die Fotografie ausgelegt.

Eine klassische Beobachtung mit Okular ist nicht der vorgesehene Einsatzzweck, da sich der Fokus an der Vorderseite des Teleskops befindet und dort die Kamera montiert wird.

Wer ein vielseitiges Teleskop sowohl für visuelle Beobachtung als auch für Fotografie sucht, sollte stattdessen beispielsweise Schmidt-Cassegrain-, EdgeHD-, Newton- oder APO-Systeme in Betracht ziehen.

Der RASA ist dagegen ein Spezialist für Astrofotografie.

RASA oder APO-Refraktor?

Sowohl APO-Refraktoren als auch RASA-Systeme sind für hochwertige Deep-Sky-Astrofotografie geeignet, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.

Ein APO-Refraktor ist meist kompakter, mechanisch unkompliziert und kann je nach Modell sowohl fotografisch als auch visuell verwendet werden.

Ein RASA bietet dagegen ein extrem schnelles Öffnungsverhältnis und kombiniert dieses mit vergleichsweise großer Öffnung.

Dadurch kann ein RASA in kurzer Zeit große Mengen an Bildsignal sammeln.

Für großflächige Deep-Sky-Aufnahmen ist das besonders attraktiv.

RASA oder Newton-Astrograph?

Auch schnelle Newton-Teleskope sind beliebte Astrographen.

Fotografische Newtons arbeiten beispielsweise mit f/4 oder in speziellen Konstruktionen noch schneller.

Der RASA erreicht dagegen bereits ohne klassischen Komakorrektor ein fotografisch korrigiertes System mit etwa f/2 bis f/2,2.

Newton-Astrographen bieten häufig ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und sind flexibel einsetzbar.

RASA-Systeme richten sich dagegen besonders an Anwender, die maximale fotografische Geschwindigkeit und ein großes korrigiertes Bildfeld suchen.

RASA oder EdgeHD?

RASA und EdgeHD basieren beide auf Schmidt-basierten optischen Konzepten, verfolgen aber sehr unterschiedliche Ziele.

Ein EdgeHD ist ein vielseitiges Teleskop mit langer Brennweite. Es eignet sich für visuelle Beobachtung, Planetenfotografie und hochauflösende Deep-Sky-Fotografie.

Ein RASA besitzt dagegen eine wesentlich kürzere Brennweite und ein extrem schnelles Öffnungsverhältnis.

Vereinfacht ausgedrückt:

EdgeHD eignet sich besonders für kleinere Objekte und hohe Abbildungsmaßstäbe.

RASA eignet sich besonders für große Bildfelder und schnelle Deep-Sky-Aufnahmen.

Kurze Einzelbelichtungen als Vorteil

Ein großer Vorteil eines sehr schnellen Astrographen ist die Möglichkeit, bereits mit kürzeren Einzelbelichtungen viel Signal zu erfassen.

Das kann die Anforderungen an die Nachführung reduzieren.

Eine präzise Montierung bleibt trotzdem wichtig, insbesondere wenn viele Einzelaufnahmen zu einer hochwertigen Gesamtaufnahme kombiniert werden sollen.

Auch bei kurzen Belichtungszeiten profitieren Astrofotografen von guter Polausrichtung, stabiler Mechanik und sauberem Tracking.

Benötigt ein RASA Autoguiding?

Ob Autoguiding notwendig ist, hängt von Montierung, Belichtungszeit, Pixelgröße, RASA-Modell und gewünschter Bildqualität ab.

Durch die kurze Brennweite und das sehr schnelle Öffnungsverhältnis können deutlich kürzere Einzelbelichtungen verwendet werden als bei vielen langbrennweitigen Systemen.

Dadurch kann in manchen Setups ohne Autoguiding gearbeitet werden.

Für besonders hohe Ansprüche oder längere Belichtungszeiten kann Guiding dennoch sinnvoll sein.

Präzise Montierung trotz f/2

Ein RASA benötigt eine Montierung, die das gesamte fotografische System sicher tragen kann.

Zum Gewicht des Tubus kommen unter anderem Kamera, Adapter, Filterlösungen, Kabel und gegebenenfalls weiteres Zubehör hinzu.

Bei RASA 11 und besonders beim RASA 36 steigen die Anforderungen an Tragfähigkeit und mechanische Stabilität erheblich.

Für Astrofotografie empfiehlt sich eine hochwertige parallaktische Montierung mit ausreichender Traglastreserve.

Fokus bei f/2 besonders kritisch

Je schneller ein optisches System ist, desto kleiner wird der Bereich, in dem der Fokus exakt getroffen wird.

Bei f/2 ist präzise Fokussierung deshalb besonders wichtig.

Schon geringe Fokusabweichungen können die Sternabbildung sichtbar verschlechtern.

Für anspruchsvolle Astrofotografie ist ein elektronischer Motorfokus deshalb eine interessante Ergänzung.

Damit kann die Schärfe nicht nur sehr fein eingestellt, sondern während einer langen Aufnahmenacht auch automatisiert kontrolliert werden.

Tilt und Sensorlage beachten

Ein extrem schnelles optisches System reagiert empfindlicher auf mechanische Abweichungen.

Wenn der Kamerasensor nicht exakt rechtwinklig zum optischen Strahlengang steht, können Sterne in einem Teil des Bildes unschärfer erscheinen als in einem anderen.

Dieser Effekt wird häufig als Sensor-Tilt bezeichnet.

Besonders bei größeren Sensoren sollte deshalb auf eine präzise und stabile Kameraadaption geachtet werden.

Backfokus und Kameraabstand

Bei einem RASA ist der korrekte Abstand zwischen Optik und Kamerasensor besonders wichtig.

Adapter, Filter und weiteres Zubehör verändern den optischen Abstand.

Bei der Zusammenstellung eines RASA-Systems sollten deshalb die Vorgaben des Herstellers für das jeweilige Modell genau eingehalten werden.

Schon relativ kleine Abweichungen können bei einem so schnellen optischen System die Sternabbildung beeinflussen.

Filter für RASA und andere schnelle Optiken

Auch Filter können bei einem extrem schnellen Öffnungsverhältnis eine besondere Rolle spielen.

Insbesondere schmalbandige Interferenzfilter reagieren auf den Winkel, unter dem das Licht durch den Filter fällt.

Für sehr schnelle Systeme gibt es deshalb speziell optimierte Filter, die für Öffnungsverhältnisse um f/2 ausgelegt sind.

Das ist besonders relevant bei Schmalbandfotografie von Emissionsnebeln.

Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob der jeweilige Filter für sehr schnelle optische Systeme geeignet ist.

RASA unter lichtverschmutztem Himmel

Das schnelle Öffnungsverhältnis eines RASA sammelt nicht nur Nutzsignal, sondern selbstverständlich auch vorhandene Himmelsaufhellung.

Unter lichtverschmutztem Himmel können deshalb geeignete astronomische Filter interessant sein.

Welche Filter sinnvoll sind, hängt unter anderem von Kamera, Aufnahmeobjekt, Lichtverschmutzung und gewünschter Bildbearbeitung ab.

Bei Farbkameras werden beispielsweise geeignete Lichtverschmutzungs- oder Dual-Narrowband-Filter verwendet, während monochrome Kameras häufig mit separaten LRGB- oder Schmalbandfiltern arbeiten.

RASA für Schmalband-Astrofotografie

Große Emissionsnebel sind ideale Objekte für schnelle Widefield-Systeme.

Mit geeigneten Schmalbandfiltern können beispielsweise bestimmte Emissionslinien isoliert aufgenommen werden.

Dadurch lassen sich selbst unter weniger dunklem Himmel kontrastreiche Bilder von Emissionsnebeln erstellen.

Bei f/2 sollte jedoch besonders auf die Eignung der verwendeten Filter für schnelle Optiken geachtet werden.

RASA für Kometen und astronomische Surveys

Große Öffnung, kurze Brennweite und großes Gesichtsfeld machen RASA-Astrographen auch für Anwendungen interessant, bei denen größere Himmelsbereiche effizient fotografiert werden sollen.

Dazu gehören beispielsweise:

Kometenfotografie, Himmelsüberwachung, astronomische Surveys, Veränderlichenbeobachtung und andere fotografische Projekte mit großem Gesichtsfeld.

Gerade die Kombination aus hoher Lichtstärke und großem Bildfeld unterscheidet den RASA von vielen klassischen langbrennweitigen Teleskopen.

Kühlung und thermische Stabilität

Auch ein Astrograph sollte sich an die Außentemperatur anpassen.

RASA-Systeme besitzen deshalb je nach Modell aktive beziehungsweise unterstützende Belüftungssysteme, um den Temperaturausgleich zu beschleunigen.

Eine thermisch stabilisierte Optik hilft, eine konstante Bildqualität über die Nacht zu erreichen.

Kameraauswahl für einen RASA

Die geeignete Kamera hängt vom verwendeten RASA-Modell ab.

Wichtige Faktoren sind insbesondere Sensorgröße, Pixelgröße, Kameragehäuse, mechanische Anschlussmöglichkeiten und der vom jeweiligen RASA bereitgestellte Bildkreis.

Beim RASA 8 sind kompakte astronomische CMOS-Kameras und geeignete spiegellose Kameras besonders interessant.

Die größeren RASA-Modelle ermöglichen den Einsatz größerer Sensoren und damit besonders große fotografische Bildfelder.

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