APO & ED Refraktoren für Astrofotografie & Beobachtung
APO- und ED-Refraktoren verbinden kontrastreiche Abbildung mit einer besonders guten Farbkorrektur und sind deshalb sowohl für die visuelle Astronomie als auch für die Astrofotografie hervorragend geeignet. Hochwertige ED- und Sondergläser reduzieren chromatische Aberration deutlich und ermöglichen scharfe, detailreiche Abbildungen von Mond, Planeten, Sternen und Deep-Sky-Objekten.
Entdecken Sie kompakte ED-Refraktoren, hochwertige SD-APOs sowie Doublet- und Triplet-Apochromaten für mobile Beobachtung, Astrofotografie und anspruchsvolle visuelle Astronomie.
APO- und ED-Refraktoren – hochwertige Linsenteleskope für Astronomie und Astrofotografie
ED- und apochromatische Refraktoren gehören zu den beliebtesten hochwertigen Linsenteleskopen für visuelle Beobachtung und Astrofotografie.
Wie bei jedem Refraktor wird das einfallende Licht durch ein Objektiv aus mehreren Linsen gesammelt und fokussiert. Durch den Einsatz von ED- oder anderen Sondergläsern und entsprechend berechneten Objektivkonstruktionen lässt sich der bei klassischen Achromaten sichtbare Farbfehler deutlich reduzieren.
Das Ergebnis ist eine kontrastreiche und detailreiche Abbildung mit sehr guter Farbtreue.
APO- und ED-Refraktoren eignen sich dadurch besonders für:
- Astrofotografie
- Mondbeobachtung
- Planetenbeobachtung
- Doppelsterne
- Sternhaufen
- Nebel und Galaxien
- großflächige Sternfelder
- mobile Astronomie
- Naturbeobachtung
Welche Optik optimal geeignet ist, hängt von Öffnung, Brennweite, Öffnungsverhältnis, Objektivkonstruktion und dem gewünschten Einsatzzweck ab.
Was ist ein ED-Refraktor?
ED steht für „Extra-low Dispersion“. ED-Gläser besitzen besondere optische Eigenschaften, mit denen sich die unterschiedliche Brechung verschiedener Lichtfarben besser korrigieren lässt.
Dadurch kann ein ED-Refraktor einen deutlich geringeren Farbfehler als ein klassischer achromatischer Refraktor aufweisen.
Bei hochwertigen ED-Doublets wird häufig ein Element aus ED- oder SD-Sonderglas mit einem passend abgestimmten zweiten Linsenelement kombiniert.
Je nach Konstruktion kann bereits ein gutes ED-Doublet eine sehr hohe Farbkorrektur erreichen.
Wichtig ist jedoch: Die Bezeichnung „ED“ allein beschreibt nicht die gesamte optische Leistung. Auch Gegenlinse, Objektivberechnung, Öffnungsverhältnis, Fertigungsqualität und verwendete Glassorten spielen eine entscheidende Rolle.
Was ist ein apochromatischer Refraktor?
Ein apochromatischer Refraktor – kurz APO – ist auf eine besonders gute Korrektur chromatischer Aberration ausgelegt.
Dadurch erscheinen helle Sterne, der Mond und Planeten weitgehend farbrein und feinste Details können mit hohem Kontrast abgebildet werden.
Diese gute Farbkorrektur ist auch für die Astrofotografie von großer Bedeutung. Sterne sollen möglichst klein, scharf und ohne störende farbige Säume aufgenommen werden.
Apochromatische Refraktoren sind deshalb besonders beliebt bei Astrofotografen, die Wert auf hohe Bildqualität und eine vergleichsweise unkomplizierte Optik legen.
ED, SD und APO – was ist der Unterschied?
Die Begriffe ED, SD und APO werden von Herstellern nicht immer vollständig einheitlich verwendet.
ED-Refraktoren verwenden mindestens ein Linsenelement aus Glas mit besonders niedriger Dispersion.
SD-Refraktoren verwenden häufig besonders hochwertige Sondergläser mit noch stärker reduzierter Dispersion. Je nach Hersteller kommen beispielsweise Gläser wie FPL53, FPL55 oder vergleichbare Materialien zum Einsatz.
APO-Refraktoren sind optische Systeme, deren gesamte Objektivkonstruktion auf eine besonders hohe Farbkorrektur ausgelegt ist.
Für die tatsächliche Abbildungsqualität sollte deshalb nicht nur die Bezeichnung betrachtet werden. Ebenso wichtig sind:
- verwendete Glassorten
- Anzahl der Linsenelemente
- optische Konstruktion
- Öffnungsverhältnis
- Vergütung
- mechanische Qualität
- Fertigungs- und Justagequalität
Doublet oder Triplet APO?
APO-Refraktoren werden häufig als Doublet oder Triplet angeboten.
Doublet-Refraktoren
Ein Doublet besitzt ein Objektiv aus zwei Linsenelementen.
Vorteile können sein:
- geringeres Gewicht
- kürzere Auskühlzeit
- kompakte Bauweise
- attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis
- sehr gute visuelle Leistung
Hochwertige ED- oder SD-Doublets können eine ausgezeichnete Farbkorrektur bieten und eignen sich sowohl für visuelle Beobachtung als auch für viele fotografische Anwendungen.
Triplet-Refraktoren
Ein Triplet besitzt drei Linsenelemente.
Die zusätzliche optische Freiheit ermöglicht eine sehr gute Korrektur verschiedener Abbildungsfehler und kann insbesondere bei schnellen Öffnungsverhältnissen Vorteile bieten.
Triplet-APOs sind deshalb besonders beliebt für anspruchsvolle Astrofotografie.
Sie sind allerdings meist schwerer und benötigen aufgrund der größeren Glasmasse mehr Zeit zur thermischen Anpassung.
APO-Refraktoren für Astrofotografie
Die Astrofotografie gehört zu den wichtigsten Einsatzgebieten moderner APO- und ED-Refraktoren.
Besonders kompakte Modelle mit Öffnungsverhältnissen um f/5 bis f/7 ermöglichen große Bildfelder und eignen sich hervorragend für viele Deep-Sky-Objekte.
Typische Motive sind:
- große Emissionsnebel
- Reflexionsnebel
- Dunkelnebel
- offene Sternhaufen
- große Galaxien
- Regionen der Milchstraße
- Kometen
Durch die gute Farbkorrektur können Sterne scharf und weitgehend ohne störende Farbsäume abgebildet werden.
Field Flattener für scharfe Sterne bis zum Bildrand
Auch ein hochwertiger APO erzeugt nicht automatisch auf jedem Kamerasensor ein vollständig ebenes Bildfeld.
Bei vielen Refraktoren nimmt die Bildfeldwölbung zum Rand hin zu. Sterne können dadurch in den Bildecken unscharf oder verzogen erscheinen.
Ein passender Field Flattener korrigiert diese Bildfeldwölbung und sorgt für eine bessere Sternabbildung bis zum Rand des Kamerasensors.
Besonders bei größeren APS-C- oder Vollformatsensoren ist ein geeigneter Flattener deshalb häufig empfehlenswert.
Reducer für mehr Bildfeld und kürzere Belichtungszeiten
Ein Reducer verkürzt die effektive Brennweite des Teleskops.
Dadurch:
- wird das Bildfeld größer
- sinkt das effektive Öffnungsverhältnis
- wird die Optik fotografisch „schneller“
- können größere Deep-Sky-Objekte aufgenommen werden
Viele Reducer kombinieren gleichzeitig eine Brennweitenreduzierung mit einer Bildfeldkorrektur und werden deshalb als Reducer/Flattener angeboten.
Entscheidend ist, dass der Korrektor für das jeweilige Teleskop geeignet ist und der vorgeschriebene Arbeitsabstand zur Kamera eingehalten wird.
Brennweite und Öffnung richtig auswählen
Welche APO-Größe sinnvoll ist, hängt stark vom gewünschten Einsatzgebiet ab.
Kompakte APOs von etwa 50 bis 72 mm
Diese Modelle sind besonders leicht und mobil.
Sie eignen sich beispielsweise für:
- Reiseastronomie
- große Sternfelder
- großflächige Nebel
- mobile Astrofotografie
- Leitfernrohr-Anwendungen
- teilweise Naturbeobachtung
Durch die kurze Brennweite lassen sich relativ große Himmelsausschnitte fotografieren.
Refraktoren von etwa 80 bis 100 mm
Diese Größe bietet einen sehr interessanten Kompromiss aus Lichtstärke, Auflösung, Transportabilität und Anforderungen an die Montierung.
80- bis 100-mm-APOs gehören deshalb zu den besonders vielseitigen Teleskopen für Astrofotografie und visuelle Beobachtung.
APOs ab etwa 110 mm
Größere Refraktoren sammeln mehr Licht und besitzen ein höheres Auflösungsvermögen.
Sie eignen sich besonders für anspruchsvolle visuelle Beobachtung sowie für Astrofotografen, die einen größeren Abbildungsmaßstab wünschen.
Mit zunehmender Öffnung steigen jedoch auch:
- Gewicht
- Tubusgröße
- Anforderungen an die Montierung
- Transportaufwand
- thermische Anpassungszeit
APO-Refraktoren für Mond und Planeten
Auch visuell gehören hochwertige APOs zu den leistungsfähigsten Refraktoren.
Der hohe Kontrast und die geringe chromatische Aberration ermöglichen detailreiche Beobachtungen von:
- Mondkratern
- Rillen und Gebirgen auf dem Mond
- Jupiter und seinen Wolkenbändern
- Jupitermonden
- Saturn und seinem Ringsystem
- Mars
- Doppelsternen
Da ein Refraktor keine zentrale Abschattung durch einen Fangspiegel benötigt, bietet er bei guter optischer Qualität eine sehr kontrastreiche Abbildung.
APO-Refraktor oder Achromat?
Ein klassischer Achromat ist deutlich günstiger und kann insbesondere für visuelle Beobachtung ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Ein ED- oder APO-Refraktor bietet dagegen eine wesentlich bessere Farbkorrektur.
Das ist besonders vorteilhaft bei:
- hohen Vergrößerungen
- hellen Sternen
- Mond und Planeten
- Farbfotografie
- Deep-Sky-Astrofotografie
Wer vor allem fotografieren möchte oder großen Wert auf möglichst farbreine Abbildung legt, profitiert deshalb besonders von einem ED- oder APO-Refraktor.
APO-Refraktor oder Spiegelteleskop?
Refraktoren und Spiegelteleskope besitzen unterschiedliche Stärken.
APO-Refraktoren überzeugen unter anderem durch:
- kontrastreiche Abbildung
- gute Farbkorrektur
- geschlossenen Tubus
- relativ geringen Justageaufwand
- kompakte Bauformen bei kurzen Brennweiten
- gute Eignung für Astrofotografie
Spiegelteleskope bieten dagegen bei gleichem Budget meist eine deutlich größere Öffnung.
Wer maximale Lichtsammelleistung für visuelle Deep-Sky-Beobachtung sucht, kann mit einem Newton- oder Dobson-Teleskop mehr Öffnung für das gleiche Budget erhalten.
Für hochwertige Weitfeld-Astrofotografie gehört ein APO-Refraktor dagegen zu den beliebtesten Teleskoptypen.
Der Okularauszug ist bei Astrofotografie besonders wichtig
Für fotografische Anwendungen sollte auch die Mechanik des Refraktors berücksichtigt werden.
Der Okularauszug muss das Gewicht von:
- Kamera
- Filterrad
- Filterschublade
- Off-Axis-Guider
- Korrektor
- weiterem Zubehör
sicher tragen können.
Eine Untersetzung von beispielsweise 1:10 erleichtert die präzise Fokussierung.
Für große Kamerasensoren können außerdem größere Auszüge und freie Öffnungen vorteilhaft sein, um Vignettierung möglichst gering zu halten.
Backfokus und Arbeitsabstand beachten
Bei der Kombination von Refraktor, Flattener oder Reducer und Kamera spielt der korrekte Arbeitsabstand eine wichtige Rolle.
Viele Korrektoren sind für einen definierten Abstand zwischen Korrektor und Kamerasensor berechnet.
Adapter, Filterräder, Filterschubladen und Off-Axis-Guider müssen deshalb bei der Planung des Abstands berücksichtigt werden.
Ein korrekt eingestellter Arbeitsabstand trägt wesentlich zu einer sauberen Sternabbildung über das gesamte Bildfeld bei.
Die passende Montierung für einen APO
Für visuelle Beobachtung reicht bei kompakten APOs häufig bereits eine leichte azimutale oder parallaktische Montierung.
Bei Astrofotografie sind die Anforderungen höher.
Die Montierung sollte:
- ausreichend Tragfähigkeit bieten
- präzise nachführen
- stabil sein
- möglichst wenig Spiel besitzen
- zum Gesamtgewicht der Fotoausrüstung passen
Für längere Deep-Sky-Belichtungen kommen häufig parallaktische GoTo-Montierungen mit Autoguiding zum Einsatz.
ED- und APO-Refraktoren bei Optikshop24
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Das Sortiment reicht vom kompakten Reise- und Weitfeldrefraktor über hochwertige ED-Doublets bis zu leistungsfähigen Triplet-Apochromaten für anspruchsvolle Astrofotografie.
So können Sie einen Refraktor passend zu gewünschter Brennweite, Öffnung, Sensorgröße und Einsatzgebiet auswählen.