UV/IR-Cut-Filter für Planeten- und Astrofotografie
UV/IR-Cut-Filter für scharfe Astroaufnahmen
UV/IR-Cut-Filter – auch IR-Sperrfilter oder L-Filter genannt – sind vor allem bei der digitalen Astrofotografie eine sinnvolle Ergänzung. Sie lassen das sichtbare Licht passieren und blockieren ultraviolette sowie infrarote Wellenlängen, die von vielen Kameras zwar erfasst werden, aber nicht immer scharf abgebildet werden. Dadurch können Sterne, Mondkrater und Planetendetails klarer und sauberer erscheinen.
Warum ist ein UV/IR-Cut-Filter wichtig?
Viele Farbkameras, Planetenkameras und DSLR- beziehungsweise CMOS-Kameras reagieren auch außerhalb des sichtbaren Bereichs empfindlich. UV- und Infrarotlicht wird jedoch je nach Teleskopoptik unterschiedlich fokussiert. Das kann zu weicheren Sternen, Farbsäumen oder einem weniger knackigen Bild führen. Ein UV/IR-Cut-Filter begrenzt diesen Bereich und sorgt dafür, dass die Aufnahme stärker auf das sichtbare Licht abgestimmt ist.
Ideal für Mond- und Planetenfotografie
Bei Aufnahmen von Jupiter, Saturn, Mars oder dem Mond zählt jedes Detail. Ein UV/IR-Sperrfilter kann die Abbildung rotempfindlicher Kameras beruhigen und hilft dabei, feine Strukturen und Farbunterschiede besser herauszuarbeiten. Besonders bei kurzen Belichtungszeiten mit Planetenkameras und Webcams wird er häufig direkt vor der Kamera eingesetzt. Der Filter verbessert nicht das atmosphärische Seeing selbst, kann aber zusätzliche Unschärfe durch nicht optimal fokussierte Wellenlängen vermeiden.
Auch als L-Filter für Deep-Sky-Aufnahmen
Bei vielen monochromen und gekühlten Kameras wird ein UV/IR-Cut- beziehungsweise L-Filter als Luminanzfilter verwendet. Er überträgt das sichtbare Spektrum und bildet damit die Grundlage für detailreiche LRGB-Aufnahmen. Je nach Modell unterscheiden sich Durchlassbereich, Vergütung und Filtergröße. Achten Sie deshalb auf die Angaben des Herstellers und auf die Empfindlichkeit Ihrer Kamera.
1,25 Zoll oder 2 Zoll?
Für Planetenkameras und viele kleine bis mittlere Kameras ist ein 1,25-Zoll-Filter oft die passende Wahl. Bei größeren Sensoren oder lichtstarken Teleskopen bietet ein 2-Zoll-Filter mehr Reserven gegen Vignettierung. Entscheidend sind das Filtergewinde, der freie Durchmesser und der verfügbare Platz im optischen Aufbau. Die Filter lassen sich je nach Ausführung in das Filtergewinde einer Kamera, eines Adapters, eines Filterrads oder einer Filterschublade einschrauben.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Prüfen Sie vor der Auswahl den benötigten Durchmesser, den nutzbaren Wellenlängenbereich und die Kompatibilität mit Ihrer Kamera. Bei Farbkameras ist ein UV/IR-Cut-Filter häufig die unkomplizierte Standardlösung. Für spezielle Projekte – etwa Infrarotfotografie oder Aufnahmen mit einem echten IR-Passfilter – ist er dagegen nicht geeignet, weil er genau diesen Bereich sperrt. Wenn Sie unsicher sind, helfen wir Ihnen gerne bei der Auswahl eines passenden UV/IR-Cut- oder L-Filters.